Dual Mi 11 Oktober 2017

CHIANTI TOUR

Gibt es eine bessere Weise eine der faszinierendsten Teile der Toscana zu erkunden, als mit demMotorrad?
Unser Ausgangspunkt, Impruneta, war in jeder Hinsicht eine ausgezeichnete Wahl. Bequem erreichbar mit Autobahnanbindung genügen wenige Kilometer, um in das Toskana-Panorama eintauchen zu können. So beginnt gleich hinter der Autobahnmautstelle eine der berühmtesten Straßen Mittelitaliens, die „Via Chiantigiana“ (SR 222). Dieses wunderbare und abwechslungsreiche Asphaltband verbindet Florenz mit Siena wozu es das Chianti-Gebiet durchquert und auch das Dorf Greve in Chianti, wo wir für die gesamte Tour unser Basislager aufschlagen.
Bereits seit dem Anfang der Strecke sind kleine Burgen, antike Dörfer und weiche Hügellandschaften die Protagonisten unserer Reise, so dass wir uns gezwungen sehen, einen außerplanmäßigen Zwischenhalt einzulegen, um die erste Weinkellerei zu besuchen und den Tourstart auf bestmögliche Art und Weise zu feiern… mit einem guten Glas Chianti, den man einfach nicht ablehnen kann.
Bei Ankunft in der Burg bieten uns die Gastfreundschaft und die lokalen kulinarischen Köstlichkeiten die Gelegenheit, den Tag optimal abzuschließen. Am nächsten Tag entscheiden wir uns, früh aufzubrechen und die uns während des Tages zur Verfügung stehende Zeit maximal auszunutzen. Nach Abfahrt von der Burg beginnt die Straße in einer Serie von Kurven und Gegenkurven anzusteigen ohne jeglichen Ausblick rechts und links der Straße; nur ein Asphaltband inmitten der grünen, dichten Vegetation, die unsere Konzentration vermehrt auf das Fahrvergnügen lenkt. Dann, wie durch Zauberei, hört die Straße auf anzusteigen, die Kurven beginnen sanfter zu werden und kurz darauf wie Magie… finden wir uns auf einer Straße wieder, die auf weiche Hügel gebettet und von atemberaubenden Panoramen umgeben ist. Für diejenigen, die das alles zumersten Mal sehen, ist die Wirkung immer die gleiche: sofort vom Gas gehen und beginnen sich umzuschauen.
Die ersten 70 km der Straße verlaufen schnell und bringen uns in einen kleinen Ort, der reich an Geschichte ist: Monteriggioni. Ein Spaziergang entlang der hohen Stadtmauern und ein Kaffee auf dem zentralen Platz gehören zum Pflichtprogramm, wenn man in die Nähe des Ortes kommt.
Danach fahren wir sofort weiter mit Ziel San Gimignano, Stadt der Türme und UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe. Die Straße, die dorthin führt, beginnt etwas befahrener zu werden sobald die Silhouette der Stadt sich über die Höhen erhebt und sich in ihrer ganzen Herrlichkeit zeigt

Nachdem wir die Motorräder in der Nähe einer der Stadttore geparkt haben, verstehen wir den Grund für den vielen Verkehr (der bei weitem nicht mit dem der großen Städte oder Siena zu vergleichen ist, aber wenn man mitten aus der Natur des Chiantis kommt auffällt….). Ein schöner Spaziergang entlang der Hauptstraße führt uns direkt zum Mittagessen. Das ausgezeichnete Essen und die herzliche Aufnahme der Wirtsleute steigert die gute Laune der Gruppe noch. Danach gehen wir energiegeladen zum berühmten Turm „Torre Grossa“, der aus dem Jahr 1311 stammt und der, mit seiner Höhe von ganzen 54 Metern noch heute das Symbol der Stadt ist. Der 360° Rundumblick von seiner Spitze aus ist einzigartig. Wir sprechen dem Gemeinderat von San Gimignano unseren besonderen Dank aus, der uns empfangen und während eines Teils unseres Besuches begleitet hat, immer hilfsbereit auch gegenüber einer Gruppe wie unserer, deren Art zu Reisen bei den Institutionen nicht immer nur auf Gegenliebe stößt.
Die Lust auf Kurven macht sich wieder bemerkbar und wir beschließen weiterzufahren mit Ziel Siena, ein Name und Ort, der keinerlei Erklärung braucht, aber auf jeden Fall eine Pflichtetappe darstellt mit einem Aperitif auf der berühmten Piazza del Campo vor der Rückkehr zur Basis.
So verfliegt auch der zweite Tag und zugleich können wir es kaum erwarten, morgen wieder loszufahren.
Der dritte Tag ist gänzlich der Gegend gewidmet, die von Persönlichkeiten des Kinos am meisten geliebt und fotografiert wird, dem Tal Val d’Orcia. Es wurde 2004 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen und bietet eine Kombination von Kunst, Kultur- und Landschaftsgeschichte. Montalcino, Pienza, Radicofani und San Quirico d’Orcia sind nur einige der wunderschönen Orte, die in diesem Gebiet liegen, das auch für seine Panoramen einzigartig ist, welche es sofort an die erste Stelle der gesamten Tour rücken.
Leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, für die Hälfte des Vormittags hat es uns ganz schönviel Regen beschert. Wir kommen durchnässt aber mit einem Lächeln im Gesicht an unserem Ziel für die Mittagspause an, dem zauberhaften Pienza. Auf dem Gipfel eines Hügels errichtet, erfreut sich Pienza eines atemberaubenden Ausblicks und einer strategischen Position, die das gesamte Val d’Orcia beherrscht. Die weichen Hügelketten und das Panorama, das die Stadt umgibt, haben einige der bekanntesten Regisseure und Schauspieler des Kinos auf sie aufmerksam gemacht, darunter Ridley Scott und Russell Crowe im berühmten Film Der Gladiator.

Zum Glück lässt uns das schlechte Wetter, das darauf bestand, uns bis zum Mittag zu begleiten, eine Verschnaufpause und wir bekommen klaren Himmel und vollständig trockene Straßen. Auf der Strecke, die mit niedriger Geschwindigkeit zurückzulegen ist, um unsere Umgebung voll auskosten zu können, scheint jede Stelle ideal zum Fotografieren.Leider geht unsere Zeit zu Ende und wir müssen zurückfahren, nicht ohne den Wunsch, sobald wie möglich an diesen herrlichen Ort zurückzukehren.
Wir beschließen, diesen Tag mit einem Abendessen abzuschließen, das dieser Pracht würdig ist und essen, trinken, stoßen an und trinken von neuem.
Der vierte Tag, der Tag der Rückreise, beginnt mit ein bisschen Sehnsucht nach den wunderbaren Erlebnisse der vergangenen Tage, aber sobald unsere Motorräder sich programmgemäß in den Serpentinenkurven in Bewegung setzen, leuchtet das Lächeln in den Gesichtern wieder auf und der Enthusiasmus gewinnt sofort die Oberhand.
Die Straße führt uns zur Entdeckung der antiken Abtei von San Galgano, erbaut von 1218 bis 1288, eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Gegend. Da sie bei unserer Ankunft gerade für Besucher geöffnet wurde, konnten wir die ganze Faszination der Abtei ohne jegliche Störung genießen, eine optimale Weise, unsere Tour perfekt abzuschließen.

Text und Foto: Daniele Fontani D-Xperience
 

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