Dual Di 12 März 2019

Motorradfahren mal anders

2016 Routes des Grandes Alpes, ein Jahr danach Tusca Tour...

Es ist wieder soweit: Überzeugt davon dass ein Erlebnis, das so unvergesslich war, noch einmal neuaufzulegen ist, mache Ich mich an die Arbeit, recherchiere die kurvenreichsten Straßenstrecken, suche Hotels (mit Garagen) für den verdienten gesunden Schlaf der Biker nach den Mühen des Tages und - warum eigentlich nicht - auch ein paar kulturelle Programmpunkte.

Gesagt, getan, alles fertig! Zu der angebotenen Tour melden sich 15 hochmotivierte Biker an! Ich bin überrascht und solch einen Zulauf mit Sicherheit nicht gewöhnt, daher gerate ich in Panik und raufe mir die Haare; sicher verfährt sich an jeder Kreuzung irgendwer!

Was soll’s! Nun gibt’s kein Zurück mehr! Wir treffen uns Freitag zu früher Stunde auf dem Platz in der Ortsmitte, nehmen ein schnelles Frühstück ein und los geht’s.

Wir legen ein monotones Stück Autobahn zurück und machen mehrere kulinarisch erfreuliche Kaffeepausen, um der einschläfernden Wirkung etwas entgegenzusetzen. Bei der Ausfahrt Firenze Certosa verlassen wir die ungeliebte viel zu gerade Straße und nehmen Kurs auf die erste kulturelle Attraktion der Tour, die Abtei San Galgano in der wunderschönen Toskana, südöstlich von Siena.
Der inzwischen fast zur Ruine verfallene Gebäudekomplex ist reich an Geschichte und wegen eines in einem Felsen steckenden Schwertes berühmt. Nachdem wir die Motorräder „ordentlich chaotisch“ geparkt haben, besichtigen wir die bedeutende Zisterzienser-Abtei in … nicht mehr als 5 Minuten … war ja auch fast alles kaputt! Zum Glück entdecken wir in der Nähe ein ansprechendes Lokal, in dem im Nu frische Biere und leckere Brötchen mit Finocchiona Toscana, einer typischen Hausmachersalami mit Fenchelsamen für uns vorbereitet werden.

Alle aufgesessen und weiter geht’s! Wir fahren an die hundert Kilometer auf Straßen, die durch eine einzigartige Naturkulisse führen, von Buonconvento im Val d’Orcia erreichen wir den Ort Abbadia San Salvatore.
Gerade richtig, um uns ein ganz „leichtes“ Mittagessen zu Gemüte zu führen: Vorspeisen, erster Gang (davon haben wir uns zweimal geben lassen…), zweiter Gang, Dessert und Kaffee und – es spricht ja nichts dagegen – ein Verdauungslikörchen.

Nachdem wir dann auch noch die Tanks unserer Moppeds aufgefüllt haben, brechen wir wieder auf und fahren weiter auf wunderschönen Landstraßen in Richtung des Ziels der Tour, den Wasserfällen Cascata delle Marmore in Terni. Während wir auf die Öffnung des Parks und darauf, dass das Wassers oberhalb der Wasserfälle aufgedreht wird, ist eine Happy Hour an der Bar dieser Attraktion ein Muss. Danach, beim abendlichen Besuch der Wasserfälle, verschlägt es uns angesichts der Schönheit und Kraft der Natur den Atem.

Natürlich kann der Tag nur in der bestmöglichen Gesellschaft eines festlich gedeckten Tisches im Restaurant auf der Terrasse des Hotels ausklingen, und die folgenden Bilder geben Zeugnis von der ausgelassenen Stimmung.

Am zweiten Tag, nach einem reichhaltigen und deftigen Frühstück brechen wir auf, um nach L’Aquila zu fahren, wo uns die Spuren des Erdbebens wirklich die Spracheverschlagen.
Danach legen wir am Fuße des Gran Sasso ca. 120 Kilometer auf durchwunderschönen Landschaft führende Straßen zurück bis wir zum zerstörten Amatricegelangen. Der Anblick von so viel Verwüstung macht uns befangen. Einige Monate vor unserm Eintreffen ist ein neues Areal für die verschiedenen Restaurants des Ortes eingeweiht worden, die so auch weiterhin in alter Tradition typische Gerichte anbieten können. Die Uhrzeit legt es nahe: Wir nutzen diese neue Location, und genehmigen unsgroße Portionen superleckerer Spaghetti all‘Amatriciana.

Nach einigen Stunden kurvenreichen Fahrens über mehrere hundert Kilometer endet unser Motorradtag in der prachtvollen mittelalterlichen Stadt Gubbio.
Eine erfrischende Dusche und wir begeben uns zu Fuß zum eigentlichen Ziel des Tages: ein Restaurant im mittelalterlichen Stil. Der Abend verbringen wir in fantastischer sympathischer Gesellschaft, die durch ein bombastisches Abendessen noch verschönert wurde!

Am dritten und letzten Tag, nach dem Frühstück, das auf keinen Fall fehlen darf, befahren wir die Landstraße Apecchiese und die Kurven von Bocca Seriola, passieren Bagno di Romagna, den Pass von Carnaio, Premilcuore und gelangen bis zum legendären Pass von Muraglione. Von dort geht es nach San Godenzio und Dicomano, insgesamt 230 Kilometer ohne Pausen. Schwer zu glauben aber wahr! Da es der letzte Tag ist und mit der Aussicht, dass uns am Abend wieder die einschläfernde und demotivierende Autobahn erwartet, einigen wir uns alle auf ein schlichtes Mittagessen mit frischem, leichtem, grünen Salat. Ups! Zur Mittagszeit passiert das Unvorhersehbare: Genau auf unserem Weg liegt ein fantastischer Agriturismo: auf der Speisekarte gibt es keinen Salat, sondern nur schmackhafte Steaks von dem ortstypischen Chianina-Rind!

Ratet mal, was dann nach einigen Minuten auf unseren Tisch gebracht wurde?

Kommen wir auf unseren Titel „Motorradfahren mal anders…“ zurück: Es ist unbestritten, dass man mit Motorrädern fantastische Alpenpässe überqueren unddurch wunderbare Orte touren kann, aber, sie e

Was soll ich da noch hinzufügen? Es gibt nichts Besseres als eine heitere, ausgelasseneTruppe auf den Sitzen der heißgeliebten Motorräder, um Augenblicke zu verbringen, die inErinnerung bleiben.

Die technischen Daten der Tour:

• drei Mal Frühstück

• drei Mittagessen

• drei Abendessen

• und unendlich viele Kaffeepausen….

Testo e foto: Daniele Tezza

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