Dual Do 07 Februar 2019

Route Des Grandes Alpes

Die Tour geht in Nord-Süd-Richtung durch die französischen Alpen, wir passierenBergpässe auf über 2000 Metern Höhe, verwunschene Seen, geschichtsträchtige Städte und genießen Panoramen wie auf Ansichtskarten.

Geistiger Vater und Organisator der Tour ist unser Cousin und Freund Daniele. Mit Unterstützung seines „treuen Gefährten“ Roberto hat er es geschafft, dass ein Touristen-Ausflug ein unvergessliches Erlebnis wurde.

Los geht es von Verona bei eher ungünstigen Wetterverhältnissen. Wir fahren in Richtung Mailand wo mit dem Regen auch die ersten Missgeschicke beginnen: Zuerst nimmt unser Freund Stefano an einer Abzweigung versehentlich die falsche Ausfahrt, so dass er erst nach 30 Minuten wieder zu uns aufschließt. Dann bremst ein Problem an der Elektrik den guten Cesco aus, der den Abschleppwagen rufen muss und last but not least versucht eine Schraube sich in meinen Hinterreifen zu bohren und zwingt mich zu einemReparaturstopp. Über unsere Malheure ironisch flachsend, brechen wir nun endlich wieder auf und gelangen dann zu unserem ersten Etappenziel Chalet.

Am nächsten Tag fahren wir zu den Gorges du Pont du Diable, tiefe Schluchten, die im Laufe von Jahrhunderten vom Wasser in die Felsen gegraben worden sind.  

Und hier beginnt das Vergnügen: Col de Gets, Col de la Colombière, Col de Saisies. Nach 300 km halten wir an um auszuruhen und um für die Superetappe des nächsten Tages Kraft schöpfen zu können.

Über Col Isèran, Col Télégraphe, Col du Galibier, Col Lautaret und Col de Izoarderreichen wir Embrun. Wahnsinn, Bergstraßen mit Asphalt, die einen Supergrip und großes Fahrvergnügen garantieren. Auf dem Isèran, der mit seinem Gletscher über dem wunderschönen savoiardischen 250-Seelen-Dörfchen Bonneval sur Arc mit seinen typischen aus den lokalen Steinen erbauten Häusern aufragt, haben wir eine beträchtliche Höhe erreicht: 2770 m. Dann geht es auf die Izoard-Straße, die aus dem Gemälde einesKünstlers zu stammen scheint, herrlich zu fahren und mit wunderschönem Ausblick.

Für den vierten Tag sind geplant: Col de la Bonette, Col de la Cayolle, Gorges de Daluisund Gorges du Cians. Wir haben gerade den höchsten Punkt der Tour auf 2802 Metern erreicht, als das nächste Motorrad die ersten Anzeichen der Ermüdung zeigt. Der Oldieder Gruppe muss wegen eines Defekts am Draht, der die beiden Vergaser synchronisiert, anhalten. Wir ergattern Zugang zu einer fast schon geschlossenen Werkstatt und schaffen es, den Draht auszubauen und zu ersetzen. Schließlich kommen wir in Nizza an, wo wir zu Abend essen und die Unterkunft beziehen.

Für den letzten Tag ist die Fahrt zum berühmten Col de Turini geplant, über den seit Jahren die Rallye von Monte Carlo führt, dann nehmen wir wieder Kurs auf die Heimat.

Technik, Intuition und Genie der Beteiligten haben diese Tour zu einer denkwürdigen Reise gemacht mit Fotos und Videos der allerbesten Qualität – es war praktisch so als wären wir mit einem Fernsehteam unterwegs.

Die größte Herausforderung waren die Gruppenfotos auf jedem Alpenpass im T-Shirt …bei den Temperaturen eine ziemliche Leistung!

Unser Dank gilt: Daniele, Roberto, Stefano, Oriano, Francesco, Luca, Giorgio, Sergio.

Die Zahlen:

  • 9 Teilnehmer
  • 1.989 km
  • 23 Alpenpässe
  • 5 Tage
  • 9879 Kurven

Text: Luca Sauro
Fotos und Videos: Daniele und Roberto

Questo sito fa uso di cookie, anche di terze parti, per migliorare la tua esperienza di navigazione. Accettando questa informativa dai il consenso al loro utilizzo. OK Voglio saperne di più