Technik und Verarbeitung Di 25 Dezember 2018

Besser Adventouring oder Discovering?

Hallo zusammen, heute geht es bei uns um zwei Disziplinen, die 2016 vom italienischen Motorradfahrer-Verband (Federazione Motociclistica Italiana) anerkannt worden sind. Endlich werden auch diejenigen unter die Fittiche des Verbands genommen, die keinen Ausdruck hatten, um ihren Freunden zu sagen, was sie am Sonntag unternehmen und nichts Besseres zu sagen wussten als „ich mach eine Geländetour mit dem Mopped“, woraufhin kaum einer genau wusste, was sie nun wirklich vorhatten.
Alle wissen was Enduro, Cross, Trial oder Rallye sind, denn es gibt schon seit Jahren anerkannte Wettkämpfe und bekannte Verbände, welche die verschiedenen Disziplinen definiert und mit Namen versehen haben.

Um denen einen Namen zu geben, die mit dem Motorrad kein reines Enduro aber auch nicht ausschließlich Touring betreiben, hat der FMI wie bereits erwähnt 2016 die Begriffe Adventouring und Discovering geprägt. Es wurde aber auch Zeit, denn einen Namen haben und offiziell anerkannt sein, ist nicht ja nur eine formelle bürokratische Angelegenheit, sondern schafft eine Identität und ermöglicht die Organisation von Veranstaltungen, deren Charakter schon anhand des Namens auf Anhieb verstanden wird – das ist nicht wenig!
Die Entwicklung ist mit Sicherheit durch die Marktlage beschleunigt worden; in den letzten Jahren wurde diesem Motorrad-Segment der Vorzug gegeben und die Liebhaber dieses „Genres“ können sich wirklich glücklich schätzen.
Versuchen wir, diesen beiden Disziplinen genauer unter die Lupe zu nehmen: Sie haben gemein, dass sie im Gelände stattfinden, wenn auch jede auf ihre Art, und zwar auf Maschinen mit einem Gewicht von mindestens 150 kg und es wird keine Zeit genommen. Genau aus diesem Grund hat der FMI beide unter der Kategorie „Touring“ verbucht.
Ohne Zeitmessung keine Rangliste und letztendlich ist der Zweck der Veranstaltungen dann auch, den Teilnehmern die Vielfalt der Natur und den kulturellen und geschichtlichen Wert der durchreisten Orte näherzubringen und sie dafür zu sensibilisieren, so dass sie entdeckungsfreudig und mit einem Hauch von Abenteuer Bewusstsein für die Umwelt entwickeln.
Bei der Organisation können auch Nachtfahrtstrecken eingeplant werden, auch im Gelände, gerade weil die Teilnehmer nicht mit einem Pokal sondern mit starken Eindrücken und Emotionen nach Hause zurückkehren sollen.
Aus diesem Grund ist auch Bedingung, dass die Strecken nicht markiert werden, wie im Enduro. Stattdessen müssen Road Book oder GPS bei der Orientierung helfen, was die Tour mit einer Prise Abenteuer würzt. Das Mindesttagespensum beträgt 160 Kilometer, die Mindestdauer zwei Tage.
Der wesentliche Unterschied zwischen Discovering und Adventouring liegt im Asphaltanteil, der beim Discovering mindestens 70% der Länge oder der Fahrzeit ausmachen soll, während Adventouring, mehr im Gelände stattfindet, so dass der Asphaltanteil höchstens 30% betragen darf.
Auf diese Weise werden endlich Veranstaltungen anerkannt, deren Ursprung teilweise Jahrzehnte zurück liegt und die eine Geschichte und sehr gut strukturierte Organisation haben, wie die Hardalpitour oder die Transitalia, deren Initiatoren, Corrado Capra bzw. Mirco Urbinati, endlich eine Bestätigung für ihre optimale Arbeit bekommen.

Nach der Anerkennung durch den Verband entstand auch ein Veranstaltungskalender. 2019 sind über unser ganzes schönes Italien verstreut 20 Adventouring- und 9 Discovering-Events geplant, jedes mit charakteristischen Eigenheiten und in seinem jeweiligen Territorium, aber alle respektieren die Prinzipien und Modalitäten, die wir oben beschrieben haben.
Behaltet ihn im Auge, wer weiß, vielleicht treffen wir uns unterwegs… und wenn ihr nicht mitmachen könnt, dann lest unsere Berichte und ihr erfahrt, wie die Veranstaltungen gelaufen sind!

Text: Dario Lupini
Fotos: Repertorio Discovery Endual

Questo sito fa uso di cookie, anche di terze parti, per migliorare la tua esperienza di navigazione. Accettando questa informativa dai il consenso al loro utilizzo. OK Voglio saperne di più